Wenn der Wald die Pest kriegt

Wie die berüchtigten Pestzüge im Mittelalter zieht die letzten Jahre eine massive Borkenkäferplage durch die Fichtenwälder in Deutschland und Österreich.
 
Buchdrucker und Co. fressen unter der Borke und töten Fichten. Einzelne und ganze Bestände.
 
Kleinprivatwaldbesitzer sind mit dem zunehmenden Befall rasch überfordert. Forstliche Zusammenschlüsse (Waldbauernvereinigungen, Forstbetriebsgemeinschaften) bieten ihre Hilfe an, soweit sie noch über ausreichendes Fachpersonal verfügen.
 
Privatwaldförster beraten die Waldbesitzer zum Waldumbau. Dazu müssen aber die Besitzer auch bereit sein, auf ihrem Grund Wegebau und Rückegassen zur professionellen Bewirtschaftung zuzulassen.
 
Die Berufsgenossenschaft rät Waldbesitzern dringend davon ab, selbst mit der Motorsäge Käferbäume zu fällen. Vom Borkenkäfer geschädigte Fichten sind „Problembäume“, ihre Fällung bedarf speziellen Fachwissens und geeignete Technik (z. B. Forstseilwinde).  
 
2018 08 03 Borkenkäferplage
Pestkreuz und vom Harvester geräumte Käferholzfläche im Raum Passau. Nicht nur wegen der steilen Lage wäre eine motormanuelle Aufarbeitung sinnlos – sondern auch viel zu gefährlich.
 
Text und Foto: Fritz Allinger – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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