Giftgas-Alarm an kalten Wintertagen

Kohlenstoff-Monoxid-Vergiftungen treten vermehrt an kalten Wintertagen auf.
 
Grund dafür ist, dass Räume gegen die Kälte dicht gemacht werden. Wird in dicht geschlossenen Räumen Gas, Heizöl, Kohle oder Holzkohle verbrannt, entsteht das tödlich giftige Kohlenstoff-Monoxid (CO). Dieses farb- und geruchlose Gas bindet sich unauflöslich (= irreversibel) an rote Blutkörperchen und macht diese untauglich für den Austausch von Sauerstoff im Blut und in den Zellen.
 
Kohlenstoff-Monoxid tritt auf in Gasthermen zum Heizen und Warmwasser erzeugen bei schlechter Wartung oder Lüftung, bei Brennstoffheizstrahlern in Werkstätten und Garagen bei geschlossenen Toren und Fenstern, bei Grillfeuern und Gaskochern und Heizpilzen in Räumen und geschlossenen (Party-)Zelten. Und in frisch gefüllten Pellet-Bunkern durch Ausgasen von CO aus den frischen Pellets. Auch Verbrennungsmotor betriebene Maschinen oder Geräte können in engen Räumen giftige Kohlenstoff-Monoxid-Atmosphären erzeugen (zuletzt passiert in einem Brunnenschacht beim Bohren mit einem Benzin-Motor-Bohrer mit einem Todesopfer durch CO-Vergiftung).
 
Erste Anzeichen einer CO-Gas-Vergiftung sind stechende Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen und starke Müdigkeit. Erkennt jemand solche Symptome:
–  Räume sofort lüften und verlassen.
–  Notruf (112) absetzen und Anzahl der Betroffenen mitteilen.
–  Helfer dürfen die Räume keinesfalls betreten (Feuerwehren verfügen über Gas-Spürgeräte und über Atemschutz).
–  Alle Betroffenen müssen ins Krankenhaus zur Akut-Versorgung. –  Kohlenstoff-Monoxid-Warngeräte sind im Fachhandel erhätlich.
Sie sehen aus wie Rauchmelder. Ihre Anbringung ist am besten mit dem Kaminkehrer zu besprechen.
 
2018 03 16 CO2
Warngeräte sind präventiv, sie ersetzen nicht die ordnungsgemäße Wartung von z. B. Gasthermen.
 
Text und Foto: Fritz Allinger – Friedrich.allinger@svlfg.e

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