In der letzten Sitzung des Gemeinderates stellte Kämmerin Anna Nedbal den Haushaltsplan für das Jahr 2026 sowie den Finanzplan für die Jahre 2027 bis 2029 vor. Der Haushalt umfasst ein Gesamtvolumen von 27.764.650 Euro. Davon entfallen 11.825.150 Euro auf den Verwaltungshaushalt und 15.936.500 Euro auf den Vermögenshaushalt. Die wichtigsten Einnahmequellen der Gemeinde bleiben die Beteiligung an der Einkommensteuer, die Gewerbesteuer, die Schlüsselzuweisungen sowie die Grundsteuern A und B. Dem gegenüber stehen unter anderem Ausgaben für die Kreisumlage, Personalkosten in Verwaltung, Kindertagesstätten, Bauhof, Kläranlage und Wertstoffhof, die Schulverbandsumlage sowie den Unterhalt der Gemeindestraßen.
Aufgrund verschiedener Mehreinnahmen und Minderausgaben konnten dem Vermögenshaushalt im Jahr 2025 statt der ursprünglich geplanten 510.610 Euro tatsächlich 805.613,15 Euro zugeführt werden.
Für das Jahr 2026 sind im Vermögenshaushalt Ausgaben von rund 15,9 Millionen Euro vorgesehen. Zu den größten Maßnahmen zählen die Sanierung der Grundschule Oberschneiding, der Bau des Schulersatzgebäudes sowie die Sanierung der Ortsdurchfahrt Oberschneiding einschließlich des Mischwasserkanals.
Der Finanzplan für die Jahre 2027 bis 2029 umfasst weitere bedeutende Investitionen, darunter die Sanierung der Kläranlage, die Erneuerung des Beckens im Naturbad, weitere Abschnitte der Schulsanierung sowie die Sanierung der Ortsdurchfahrt im Bauabschnitt II. Darüber hinaus steht der Gemeinde aus dem Jahr 2023 noch eine Kreditermächtigung in Höhe von 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sollen im Jahr 2026 rund 1,6 Millionen Euro in Anspruch genommen werden.
Die Entscheidung über die Zustimmung zum Haushalt und zum Stellenplan für das Jahr 2026 wurde auf die nächste Gemeinderatssitzung vertagt. Den neugewählten Gemeinderäten soll so nochmals die Möglichkeit gegeben werden, sich umfassend Informationen einzuholen.
Für die Grundschule stand außerdem die Vergabe der Trockenbauarbeiten auf der Tagesordnung. Im Rahmen eines offenen EU-weiten Vergabeverfahrens gingen insgesamt elf Angebote ein. Das wirtschaftlichste Angebot legte die Schreinerei Vogl GmbH aus Roßbach vor. Mit einer Angebotssumme von knapp 290.000 Euro lag das Unternehmen 2,38 % unter dem veranschlagten Kostenbudget und erhielt daher den Zuschlag.
Die Bestellung des Notkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Großenpinning wurde auf die nächste Sitzung vertagt.
Unter dem Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben“ gratulierte Bürgermeister Schmerbeck der Freiwilligen Feuerwehr Reißing für die hervorragende Ausrichtung des Gründungsfestes. Zudem informierte er darüber, dass das Schulersatzgebäude planmäßig nach den Pfingstferien von den Schülerinnen und Schülern bezogen werden konnte. Er betonte, dass die termingerechte Fertigstellung aufgrund des sehr engen Zeitrahmens mit erheblichem Einsatz aller Beteiligten verbunden gewesen sei. Sein besonderer Dank galt daher den ausführenden Firmen, den Planern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde Oberschneiding für ihr außergewöhnliches Engagement.