Sitzungsbericht 2011-04-01

Ergebnisse des Ideenwettbewerbs „Unser Turm soll schöner werden“ vorgestellt

Freibadgebühren werden erhöht

In der letzten Gemeinderatssitzung befasste sich der Gemeinderat mit der Neugestaltung des Einfahrtsbereiches nach Oberschneiding aus Richtung Straubing. Der Siloturm des ehemaligen Lagerhauses soll im Zuge des Neubaus des IT- und Bildungszentrums „ef.eu“ saniert und neu gestaltet werden. Über einen Teilnahmewettbewerb konnte die gesamte Bevölkerung Vorschläge einbringen. Dieses Angebot wurde auch zahlreich in Anspruch genommen. Insgesamt wurden 16 verschiedene Vorschläge eingereicht. In den meisten Fällen wurde vorgeschlagen, den Turm neu zu verputzen und zu bemalen. Weitere Vorschläge waren noch den Turm mit einer Metallverkleidung zu versehen oder eine textile Bespannung in Form eines Netzvinyls vorzunehmen. Letztere Möglichkeiten wurden jedoch aus Kostengründen bzw. Haltbarkeit des Materials abgelehnt. Die Gemeinderäte waren sich schnell einig, dass der Turm neu verputzt werden soll. Bei der Entscheidung der farblichen Gestaltung tat man sich hingegen schon schwerer. Hier hatte man die Qual der Wahl. Von der Bevölkerung wurden folgende Ideen für die Bemalung eingereicht: Platine (Motherboard), Telefonzelle, Flower-Power, Moderne Kunst, Bezug zu „ef.eu“-Netzwerk, Burg, Symbole des Gäubodens, Gestaltung nach Malerbetrieb Rebl, Nachbildung des Hundertwasser-Turmes aus Abensberg, Sämann, Baum, Gestaltung mit Begrüßung, Gemeindelogo und gemeindlichen Einrichtungen. Da der Turm eine Art Wahrzeichen von Oberschneiding darstellen soll, das auch von der Bundesstraße aus gesehen wird, sollte die Gestaltung eher dezent gehalten werden. Von den vielen Vorschlägen überrascht, konnte man sich schlussendlich noch nicht auf einen gemeinsamen Vorschlag einigen. Die Tendenz führt jedoch dazu, die Gestaltung mit einem Gemeindebezug vorzunehmen. Hier kommen beispielsweise ein Gemeindelogo oder verschiedene Motive örtlicher Einrichtungen und Gebäude in Frage. Beschlossen wurde aber noch, dass der Turm nachts beleuchtet werden soll. Als Beispiel wurde aus der Bevölkerung die Beleuchtung des „National Theatre“ in London vorgeschlagen. Eine Anzeigetafel auf der Nordseite des Turmes könnte zudem aktuelle Informationen aus der Gemeinde oder zu Veranstaltungen liefern. Die Verputzarbeiten können somit in Kürze beginnen. Über die Gestaltung wird nochmals beraten.

Für das IT- und Bildungszentrum „ef.eu“ wurden noch Arbeiten vergeben. Mit den Anstricharbeiten wurde die Fa. Weißmann aus Deggendorf und mit den Sonnenschutzarbeiten die Fa. Wimmer aus Straubing beauftragt. Die Auftragssummen belaufen sich auf insgesamt 30.000 Euro. Ursprünglich sollten auch die Leistungen für die Fassadenverkleidung vergeben werden. Die eingegangenen Angebote lagen jedoch doppelt so hoch wie die Kostenschätzung, so dass diese Vergabe zurückgestellt wurde. Ansonsten liegen die Arbeiten am Gebäude im Zeitplan. Derzeit werden die Heizungs- und Elektroarbeiten ausgeführt und in Kürze wird mit den Isolierungs- und Estricharbeiten begonnen.

Durch die aufwendige Sanierung des Oberschneidinger Freibades und der Umwandlung der Rechtsform in einen Betrieb gewerblicher Art ist es notwendig die Eintrittsgebühren anzupassen. Nachdem in der letzten Gemeinderatssitzung bereits verschiedene Vorschläge diskutiert wurden und auch die Einführung einer Abendkarte angeregt wurde, konnten nun die neuen Gebühren festgelegt werden. Die Tageskarte für Erwachsene kostet künftig 2,50 Euro, Jugendliche und ermäßigte Karten 1,50 Euro. Neu ist nun die Abendkarte ab 17 Uhr. Dafür sind 1,50 Euro bei Erwachsenen und 1 Euro bei Jugendlichen fällig. Bei den Dauerkarten erhöhen sich die Preise auf 35 Euro für Erwachsene und 20 Euro für Jugendliche und ermäßigte Karten. Bei Geschwistern ist das Dritte und jedes weitere Kind von der Gebühr befreit. Bei den Familienkarten wurde die Altersgrenze für Kinder von 13 Jahre auf 18 Jahre angehoben. Der Preis für diese Karte beträgt nun 80 Euro. Mit diesen Preiserhöhungen will der Gemeinderat sowohl dem attraktiven Angebot gerecht werden, aber dieser nur moderate Anstieg soll auch die Familienfreundlichkeit, für die Oberschneiding bekannt ist, wiederspiegeln.

Abschließend gab der Ausschussvorsitzende Konrad Schmerbeck noch einen Bericht über die letzte  Bauausschusssitzung. Hier wurden zwei landwirtschaftliche Bauvorhaben im Außenbereich genehmigt. Zum einen wird eine landwirtschaftliche Maschinenhalle in Fierlbach errichtet und zum anderen eine landwirtschaftliche Halle in Schierlhof erweitert.

In der Turnhalle Oberschneiding werden die Duschen saniert. Die Fabrikate der vorhandenen Duscharmaturen können noch vom Hersteller bezogen werden, so dass dies die kostengünstigste Variante darstellt. Aufwendige Stemm- und Fliesenarbeiten entfallen dadurch.

Der öffentliche Feldweg „Hungerleiten“ in der Nähe von Reißing und der danebenliegende Graben wurden vermutlich im Winter bei Waldarbeiten durch ein großes Fahrzeug beschädigt. Der Verursacher ist jedoch unbekannt. Die Unterhaltspflicht für den Weg liegt bei den An- und Hinterliegern. Nach Meinung des Ausschusses soll der Weg durch diese Unterhaltspflichtigen wieder hergestellt werden und anschließend kann die Gemeinde den Graben wieder instandsetzen. Vorerst soll jedoch nun probiert werden, den Verursacher ausfindig zu machen.

Die Außenanlage in der Kindertagesstätte werden in Kürze fertiggestellt und die letzten Spielgeräte im Garten aufgebaut. Um diese auch sofort nutzen zu können wurde beschlossen einen Teil des Gartens mit einem etwas teureren Rollrasen zu versehen. Die Nutzung des Gartens kann somit noch im Frühjahr erfolgen. Der restliche Teil wird angesät. Außerdem wurde noch festgelegt, dass die Einfriedung im Zugangsbereich der Einrichtung mit Fundermax-Platten gestaltet werden soll.

Für das Baugebiet „Sattlerbreite“ wurde noch die Straßenbeleuchtung festgelegt. Es werden hier keine Pilzleuchten mehr verwendet, sondern eine optisch moderne Leuchte. Diese Leuchte kann wahlweise mit herkömmlichen Leuchtmitteln oder LED betrieben werden. Die E.ON wird versuchsweise 2 Lampen im Gemeindegebiet mit LED ausstatten, um einen Vergleich zu den herkömmlichen Lampen anstellen zu können. Sollte sich die Beleuchtung mit LED positiv auswirken, werden diese Lampen verbaut.

Desweiteren wurde von der geplanten Einbahnstraßenregeleung im Hirtenweg, beginnend ab der Landauer Straße bis zum Baugebiet „Hirtenlohe“, wieder Abstand genommen. Nachdem Bedenken wegen der Sicherheit von Fahrradfahrern, die entgegen der Richtung der Einbahnstraße unterwegs sind, aufkamen, wurde eine Verkehrsschau mit der Polizeiinspektion Straubing durchgeführt. Diese rät ausdrücklich von der Einbahnstraßenregelung ab. Da bereits eine „Zone 30“ vorhanden ist, die zur Verkehrsberuhigung beitragen soll und hier künftig auch die „Rechts-vor-Links-Regel“ greift, kann auf diesem Teilstück ohnehin nicht schnell gefahren werden. Somit folgte man der Empfehlung der Polizei.

Ein Bauantrag der „Freizeit- und Geschäftspark Reißing UG“ auf Nutzungsänderung eines bestehenden Lagerraumes in einen Vereins- und Schulungsraum im Freibad Reißing wurde zugestimmt.

Letzter Beratungspunkt war ein Nachtragsangebot für das Gewerbegebiet Siebenkofen. Durch zwei weitere Neuansiedlungen, war es notwendig, zwei zusätzliche Grundstückszufahrten mit Entwässerungsrinne zu errichten.

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