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Bitten der Feuerwehr war erfolgreich

Schirmherr, Festmutter und Fahnenbraut für Gründungsfest zugesagt


Große Feste werfen ihre Schatten voraus. Aus diesem Grund hat sich die Feuerwehr Oberschneidig um Vorstand Thomas Krinner und Kommandant und Festleiter Christian Kiermeier am Samstag auf die Suche nach einem Schirmherrn, einer Festmutter und einer Fahnenbraut gemacht. Das 150-jährige Gründungsfest, das vom 21. Bis 24. Mai 2020 stattfindet, soll unter anderem durch deren Mitwirken einen würdigen Rahmen erhalten.

Angeführt von der Musikkapelle „Felsnstoana“ machte sich der Festausschuss mit den Feuerwehrkameraden und deren Frauen und Kindern und einer Abordnung des künftigen Patenvereines der Feuerwehr Reissing zuerst auf die Suche nach einem Schirmherrn für ihr Fest. Zielstrebig führte der Weg dabei zum 1. Bürgermeister der Gemeinde Oberschneiding Ewald Seifert. Mit Versen in bayerischer Mundart baten Thomas Krinner und Christian Kiermeier stellvertretend für den gesamten Festausschuss um die Übernahme dieses wichtigen Amtes. „Jung, dynamisch und guad in Form, kurz: Du warst a Schirmherr in Bilderbuchnorm.“ attestierten die Beiden Seifert die perfekten Voraussetzungen für das Schirmherrnamt. Dieser ließ sich nicht lange bitten und erteilte dem Jubelverein ebenfalls in Versform die Zusage. Dabei betonte er, dass wohl nicht oft einem Bürgermeister dieses Amt angeboten werde, der zugleich noch ein aktiver Feuerwehrkamerad sei. Umso mehr freue er sich über das Vertrauen und lud alle Anwesenden zu einem kurzen Umtrunk ein.
 
Da muaß zum Fest koa Neie her!
 
Auf direktem Wege ging es anschließend die Hauptstraße entlang zu Claudia Anzinger, die schon vor 15 Jahren bei der Fahnenweihe das Amt der Fahnenmutter übernommen hatte. Da es nächstes Jahr keine neue Fahne geben wird, wurde sie durch Thomas Krinner und Christian Kiermeier mit den Worten „Denn wias scho bei da Fahn so is: de Oide ´g´foid uns sehr, da muaß zum Fest koa Neie her.“ gebeten das Amt der Festmutter zu übernehmen. So leicht wie bei Schirmherrn Ewald Seifert hatte es der Festausschuss bei Claudia Anzinger nicht. Sie ließ die „Oidn“ des Ausschusses Wolfgang Dünstl, Wolfgang Anzinger, Thomas Krinner  und Robert Petzko und den „jungen“ Festleiter Christian Kiermeier erst mal niederknien, währenddessen ihre Kinder die zu erledigenden Aufgaben vorbereiteten. Wie bei der Feuerwehr üblich musst zu allererst einmal gelöscht werden. Teelichter, die auf Feuerwehrhelmen befestigt waren, mussten mit Wasserpistolen ausgespritzt werden. Vereinsgeschichte war gefragt, als die Bittsteller alle neuen und alten Gemeinderäte des Jahres 2008 aufzählen sollten, die während des Feuerwehrhausneubaus im Amt waren. Als Joker durfte Schirmherr und Bürgermeister Ewald Seifert eingesetzt werden. Wissenslücken bei den Ausschussmitgliedern verzieh Claudia Anzinger durch den Verzehr vorbereiteter Köstlichkeiten. Dabei opferten sich Robert Petzko und Christian Kiermeier gleich als erstes für das Team und leerten ein Schnapsglas Sauerkrautsaft bzw. bissen in eine saure Zitrone. Geschicklichkeit war dann beim abschließenden Spiel gefragt. Kiermeier, Krinner und Petzko durften mit Strumpfhosen auf dem Kopf in denen sich ein Tennisball befand vorbereitete Wasserflaschen umkegeln. Hierbei hatte der junge Festleiter klar die Nase vorne. Claudia Anzinger ließ sich dann auch nicht mehr länger bitten und sagte mit einem lauten Ja die Teilnahme am Gründungsfest als Festmutter zu.
 
Schon seit fast 20 Jahren Festmädchen
 
Anschließend machte man sich gemeinsam auf den Weg zu Theresa Anzinger, die das Amt der Festbraut beim Gründungsfest übernehmen soll. Theresa Anzinger, die schon seit fast 20 Jahren Festmädchen ist und der Feuerwehr regelmäßig als Fahnenbegleiterin zur Seite steht, erschien den Feuerwehrkameraden deshalb als perfekte Besetzung des Amtes der Festbraut. Mit den Worten „Seitdem ist sie in jeder Fahnenweih dabei, und kennt de ganzen Feste wia koa zwoate im Gäu.  Und jetzt steh ma also do vor dir und bitt'n hoid recht schee: Wuist als Festbraut mit uns geh?“ versuchten Vorstand und Festleiter die junge Frau zur Zusage zu überreden. Aber auch hier hatten die Feuerwehrler kein leichtes Spiel. Theresa Anzinger wollte zuerst die „Jungen“ des Festausschusses auf Herz und Nieren prüfen. Beim Maßkrug austrinken über einen ca. 2 Meter langen Schlauch, beim Bierpong und bei einem Feuerwehrquiz mussten die Kameraden Durchhaltevermögen, Geschicklichkeit und Wissen unter Beweis stellen. Da konnte es schon passieren, dass der ein oder andere zur Strafe mit einer Langhaarperücke, einem pinken Tutu oder roten High Heels rumlaufen musste. Letztendlich sagte aber auch Theresa Anzinger ihre Teilnahme am Gründungsfest als Festbraut zu und erlöste die Schneidinger Feuerwehrler aus ihren Verkleidungen.
 
Gemeinsamer Abschluss im Feuerwehrhaus
 
Nach getaner Arbeit zog man dann gemeinsam zum Feuerwehrhaus, wo Schirmherr, Festmutter und Festbraut alle Kameraden samt Frauen und Kinder noch zu einem gemütlichen Abend mit Essen und Trinken einluden. Die Felsenstoana spielten noch auf und so wurde bis tief in die Nacht gemeinsam gefeiert und auf das bevorstehende Gründungsfest angestoßen.
 
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Ein schneidiger Oberschneidinger Festausschuss mit Vorstand Thomas Krinner  und Kommandant und Festleiter Christian Kiermeier (kniend 4. und 5 v. l.) und dem Oberschneidinger Dreigespann aus Festbraut Theresa Anzinger, Schirmherr Ewald Seifert und Festmutter Claudia Anzinger (stehend 6., 8. und 10. v. l.)
 

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Eine strahlende Festbraut, die die Feuerwehrkameraden gut unter Kontrolle hat