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Krippenanbau erhält feierliche Einweihung

Aufführung PusteblumensongKinder führen Pusteblumensong auf

Die Gemeinde Oberschneiding hatte am vergangenen Samstag allen Grund zum Feiern. Der Krippenanbau an die bestehende Kita „Pusteblume“ wurde in einer offiziellen Feierstunde eingeweiht. Rund 70 geladene Gäste folgten der Einladung des Bürgermeisters Ewald Seifert und nahmen an der Veranstaltung teil. Am Nachmittag wurde der Pusteblumensong mit den Kindern zum ersten Mal aufgeführt und die Kita öffnete im Anschluss ihre Türen für alle interessierten Besucher.

Stephanie Aumer, Abteilungsleiterin am Landratsamt, stellte in ihrem Grußwort fest, dass die Kita „Pusteblume“ die einzige Kindertagesstätte im Landkreis sei, welche die Kriterien des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes für ein Haus für Kinder erfülle, in dem die klassischen Übergänge von der Krippe zum Kindergarten und vom Kindergarten in die Schule nahtlos geschähen. Nachdem Oberschneiding auf eine fast 40-jährige Geschichte der Kinderbetreuung zurückblicken könne, hat die Gemeinde in der Gegenwart neben der Familienbaulandförderung eine moderne Infrastruktur in Sachen Kinderbetreuung geschaffen und, so Aumer, der Förderung junger Familien einen sehr hohen kommunalpolitischen Stellenwert eingeräumt. Dass die Gemeinde bei ihrer Ausrichtung goldrichtig liegt, bescheinigte Frau Aumer mit der Feststellung, dass das vorhandene Angebot der Kinderbetreuung heutzutage ein wichtiger Standortfaktor für junge Menschen bei der Entscheidung über ihren Wohnsitz und bei ihren Überlegungen zur Familienplanung sei.

Segnung der Räume durch Herrn Pfarrer Dr. Maier und Pfarrer Ernst„Wichtig für eine zukunftsorientierte Gemeinde ist eine ständige Anpassung an aktuelle Gegebenheiten gepaart mit dem Blick nach vorne“ – mit diesen Worten erklärte Bürgermeister Ewald Seifert die Entscheidung der Gemeinde, zwei Jahre nach Fertigstellung und Einweihung der Kita, erneut anzubauen und die Einrichtung um eine zweite Krippengruppe, die Schmetterlinge, mit 12 Plätzen zu erweitern. Man habe die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt und nach einer Bedarfsermittlung festgestellt, dass die vorhandenen 17 Krippenplätze, auch vor dem Hintergrund neu ausgewiesener Baugebiete und der damit verbundenen Ansiedlung von Familien mit Kindern, nicht mehr ausreichend seien. Eine Kindertagesstätte in der Größe, so Seifert, sei für eine Gemeinde in der Größenordnung nicht selbstverständlich.

Inzwischen kümmern sich in Oberschneiding 22 Mitarbeiter um 125 Kinder. Auf eine qualitativ hochwertige Betreuung legt die Kita Pusteblume ganz besonderen Wert. Um den Anspruch der Gemeinde umzusetzen, brauche man laut Seifert qualifiziertes Personal in angemessener Anzahl und ein durchdachtes pädagogisches Konzept. Hierbei stehen das Wohl und die Entfaltung der einzelnen Kinder immer im Mittelpunkt. Gerade auch im Hinblick auf das Urvertrauen, welches sich im frühen Kindesalter entwickelt und somit in der Krippenbetreuung eine große Rolle spielt. „In der Kinderkrippe wird der Grundstein für die weitere Entwicklung des Kindes gelegt“ betonte Seifert in seiner Ansprache. Die Kita „Pusteblume“ kann mit ihren speziell dafür ausgebildeten Krippenpädagoginnen Kindern, die individuelle Betreuung, Fürsorge und Anregung zukommen lassen, die sie gerade brauchen. Die Arbeit des Kindergartenpersonals umfasst nicht nur die Betreuung der Kinder, sondern auch die Kommunikation mit den Eltern, die ihre Kinder in die Hände der Pädagoginnen geben. Anspruchsvolle Elterngespräche stehen auf der Tagesordnung, in denen vor allem die vertrauensvolle Kommunikation und eventuelle Lösungsfindung zum Wohle des Kindes und im Einklang mit der gesamten Familiensituation abgestimmt wird. Sichtlich stolz war Seifert auf das gesamte Pusteblumen-Team und lobte alle für ihre tägliche herausragende Leistung in Sachen Kinderbetreuung aber auch für die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Einen ganz besonderen Dank richtete Seifert an die Leiterin Bettina Sosnitza, die mit ihrem jahrelangen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Kita „Pusteblume“ und ihrem Gespür für Menschen einen sehr großen Beitrag dazu geleistet hat, dass sich die Einrichtung so entwickelt hat. Ihr Engagement zeigt sich zusätzlich darin, dass sie „nebenbei“ an der Stiftungsfachhochschule München studiert, um ihr Wissen noch zu erweitern und die Inhalte und Erkenntnisse in ihre Arbeit einfließen zu lassen.

GruppenfotoBürgermeister Seifert würdigte daraufhin die großartige Arbeit seines Gemeinderates, der mit seinen Entscheidungen und Anregungen die Entwicklung von Oberschneiding vorangebracht und maßgeblich geprägt hat.

Anschließend ging Bürgermeister Seifert auf den Bauverlauf des rund 750.000 € teuren Anbaus ein und richtete seine Worte und seinen Dank an die zuverlässige Arbeit der ortsansässigen Architektinnen Petra Schumacher und Tanja Kestler, die eine „Punktlandung“ hinlegten, da die Krippe wie geplant Anfang Oktober den Betrieb aufnehmen konnte. In diesem Zusammenhang lobte er auch die an dem Anbau beteiligten Firmen, die mit ihrer unbedingten Termintreue für das Gelingen und die rechtzeitige Fertigstellung der Krippe den entscheidenden Beitrag leisteten.

Aufführung PusteblumensongZu schätzen wusste Seifert auch die Arbeit seiner Mitarbeiter in der Verwaltung, aus deren Kreis er besonders dem geschäftsleitenden Beamten Reinhold Maier dankte, der mit der Leitung der Baustelle beauftragt war. Außerdem würdigte er die Arbeit des Kämmerers Edmund Wurm, der sich gemeinsam mit Frau Sosnitza der personaltechnischen und planerischen Herausforderung stellt, die die Kita-Einrichtung aufgrund der Förderabhängigkeit mit sich bringt.

Als Bindeglied zwischen Gemeinde und Elternschaft erfülle der Elternbeirat der Kita „Pusteblume“ eine wichtige Funktion und wird daher als wertvoller Gesprächspartner in der Entscheidungsfindung mit einbezogen. Daher sprach Bürgermeister Seifert, stellvertretend für alle Elternbeiratsmitglieder, sowohl dem alten Vorsitzenden Thomas Schütz, als auch dem neuen Vorsitzenden Matthias Moritz seinen besonderen Dank für die stets konstruktive Zusammenarbeit aus.

Abschließend bedankte Seifert sich bei den Anwohnern und den Eltern für Ihr Verständnis während der Bauphase, wobei er hoffte, dass das Endergebnis für vieles entschädige.

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe überreichten die Architektinnen dem Bürgermeister einen Schlüssel aus Schokolade, spendeten der Kita einen Teller voll Ersatzschlüssel und lobten in einer kurzen Ansprache die tolle Atmosphäre auf der Baustelle. Bürgermeister Seifert bedankte sich im Gegenzug mit Blumen für die Damen und einem Pizza-Gutschein für Herrn Maier.

Anschließend erfolgte die Segnung der Kita durch die Pfarrer Dr. Peter Maier und Heinz-Günther Ernst. Letzterer lobte in seiner Ansprache die hellen und offenen Räume mit der Möglichkeit des Begegnens und beschrieb den Krippenanbau als eine „mutige Investition in die Hoffnung“.

Segnung durch Pfarrer Dr. maierPfarrer Dr. Maier spendete seinen Segen und verband dies mit dem Wunsch, dass der Segen Gottes seine Wirkung nicht nur innerhalb der Kita sondern auch außerhalb entfalten möge. Er sprach von Vertrauen, welches in der Krippe aufgebaut wird und von „tröstenden Händen“, die Kinder brauchen. „Schaut Euch die Kleinen an und lernt von ihnen“ beschrieb er einen wertvollen Aspekt im Zusammenleben mit Kindern.

Am Nachmittag war es dann endlich soweit: Nachdem die Kinder der Kita im Rahmen des musikalischen Kiddy-Projektes schon wochenlang auf diesen Moment hingefiebert hatten, führten sie zum ersten Mal den Pusteblumensong „Gemma umme zu der Pusteblume“ im Jugendheim auf. Mit unterschiedlichen Instrumenten und vor allem mit viel Einfühlungsvermögen im Umgang mit den Kindern hat der Komponist und Kiddy-Erfinder Erich Kowalew die Aufführung zuvor bei einem Kiddy-Tag in der Einrichtung einstudiert. Das Jugendheim war voll, denn keiner wollte sich diese Premiere entgehen lassen. Die Kinder präsentierten sich einheitlich in den von der Firma Obermeier gesponserten neuen Pusteblumen T-Shirts und führten ein tolles und lustiges Programm auf, welches die Besucher zum Mitmachen animierte und alle Generationen restlos begeisterte. Zur großen Freude der Kleinen kam am Ende sogar der Kiddy (eine lebensgroße Schildkröte) als Überraschungsgast zu Besuch.

Es war nicht verwunderlich, dass sich im Anschluss beim Tag der offenen Tür eine lange Schlange am WWK-Stand bei den Sponsoren Vanessa Bonnath und Werner Schneider bildete, bei dem man die Pusteblumen-CD mit dem neuen Song kaufen konnte. Die gesamte Kita war erfüllt von Kinderlachen und leuchtenden Augen und schon bald liefen strahlende Gesichter mit Schmetterlingen, Pusteblumen und Gespenstern vom Kinderschminken durch die Einrichtung. Wer Lust hatte, konnte sich danach mit „Nobby“, einem lebensgroßen Nashorn, fotografieren lassen oder die tollen Mal- und Bastelangebote wahrnehmen. Die Besucher hatten die Möglichkeit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen und sich bei Chilli, Wiener, Kuchen und diversen Getränken zu stärken und auszutauschen.

Die Bürger von Oberschneiding können sich auch in Zukunft darauf verlassen, dass die Gemeinde Oberscheiding und das Team der Kita „Pusteblume“ immer bemüht sind, Lösungen für die Bedürfnisse der Eltern zu konzipieren und freuen sich auf eine weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder, denn „Kinder sind das Wertvollste das wir haben“.    

 Aufführung Pusteblumensong

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