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Sehr gut besuchte Bürgerversammlung in Oberschneiding

Tankstelle beurkundet – Abgabe-Möglichkeit für Hermes-Pakete

Rund 70 Bürgerinnen und Bürger trafen sich im Gasthaus Krinner zur diesjährigen Bürgerversammlung der Gemeinde Oberschneiding. Bürgermeister Ewald Seifert begrüßte alle Anwesenden sehr herzlich und informierte anschließend über aktuelle Zahlen und laufende bzw. schon abgeschlossene Projekte. Der erste Punkt der Agenda war die Entwicklung der Baugebiete in Oberschneiding und das damit einhergehende moderate Bevölkerungswachstum. Dies sei nicht nur für den dauerhaften Bestand der Schule, sondern auch für die Frage entscheidend, wie umfassend das Betreuungsangebot in den Kindergärten sein kann. Und natürlich gehe es auch den Geschäften und Praxen auf Dauer nur gut, wenn die Einwohner nicht weniger, sondern wie im Falle Oberscheiding mehr werden. Bürgermeister Seifert wies außerdem darauf hin, dass ein weiteres Haus nicht gleichzeitig sehr viel mehr Einwohner bedeute, da momentan der Trend zu mehr Wohnfläche pro Einwohner gehe und es nur noch wenige Großfamilien gebe, die unter einem Dach wohnen. Des Weiteren erläuterte er, dass bei der Vergabe der Bauplätze Einheimische und junge Familien Priorität hätten. Seifert informierte darüber, dass jeder Käufer eines Bauplatzes mit der Unterschrift des Kaufvertrages eine Immissionsduldungsverpflichtung unterschreibe, in der daraufhin gewiesen wird, dass er am Land baue und Geräusch- oder Geruchsbelästigungen durch die Landwirtschaft zum Alltagsleben gehören. Außerdem stellte er einen kurzen Auszug aus dem Vitalitätscheck vor, der innerörtliche Baulücken aufzeigt. Die Nutzung dieser Baulücken wird, soweit irgendwie möglich, von der Regierung mit Nachdruck gefordert. Die Gemeinde sei aber seit jeher hierzu sehr bemüht, wenn auch nicht jede Baulücke erworben werden kann, was aber aus dem Blickwinkel einer vernünftigen Begrünung des Ortes auch nicht schlimm sei. Die gleiche Vorgehensweise gelte auch bei der Revitalisierung von alten Flächen. Bürgermeister Seifert informierte des Weiteren über die Wichtigkeit der Regenrückhaltebecken, die in Oberschneiding teils mehr als das doppelte an Fassungsvermögen aufweisen als gefordert. Die Rückhaltebecken sorgen bei Starkregenereignissen dafür, dass Oberflächenwasser zunächst zurückgehalten und dann langsam eingeleitet werden kann. Weiterhin berichtete er darüber, dass sich im Gewerbepark die Familie Matschull mit einem kleinen Paketdienstleistungsbetrieb ansiedelt und hier ab Dezember von Montag bis Samstag von 07:00 – 11:00 Uhr Hermes-Pakete versandt werden können. Für das Industriegebiet an der B20 werden die Erschließungsarbeiten ausgeschrieben und vergeben, so dass im Frühjahr mit der Erschließung begonnen werden kann und dann die Firma Nusser mit dem Bau der bereits beurkundeten Ansiedlung ihrer Tankstelle beginnen kann.

Auch aus der Finanzverwaltung gab es positives zu berichten: Die Einnahmen aus Gewerbesteuer, Einkommenssteuer und Grundsteuer B steigen moderat an und die Sätze für die Grundsteuer A bleiben wie in den vergangenen Jahren gleich. Erfreut zeigte sich Seifert auch über das bereits abgeschlossene vorgezogene Pilot-Projekt aus der umfassenden Dorferneuerung, die Schneidinger Mitte. Mit einem Gesamtaufwand von 2 Millionen € einschließlich Nebenkosten und einer geringen Kreditaufnahme von nur 300.000 € konnte das Gebäude komplett saniert werden und ist nun ein tragender Bestandteil für Infrastruktur und Versorgung in Oberschneiding. Die Anordnung für die restliche Dorferneuerung solle laut dem Amt für ländliche Entwicklung noch heuer erfolgen, so dass ab nächstem Jahr weitere Maßnahmen beantragt werden könnten.

Zufrieden äußerte sich Bürgermeister Seifert auch über das IT- und Bildungszentrum EFEU, das seit kurzem auch als Digitales Gründerzentrum des Landkreises fungiere. Sehr gut sei auch die Entwicklung der beiden Kindergärten, der Kita Pusteblume und des Kindergartens St. Joseph, die beide sehr gut ausgelastet seien. Der Trend gehe hier immer mehr in Richtung Ganztagsbetreuung mit Früh- und Spätbetreuung und Mittagessen, was hier natürlich einen deutlich erhöhten Personalaufwand bedeutet. Auch aus der Grundschule gab es erfreuliche Nachrichten, hier werden derzeit 101 Kinder in 5 Klassen unterrichtet. Es sei geplant, unter anderem sowohl Heizung als auch sanitäre Anlagen zu sanieren. Seifert informierte weiterhin darüber, dass die FFW Großenpinning ein neues Feuerwehrauto erhalten hat, dass Aufgaben wie Breitband, Erdgasausbau, Öffentlichkeitsarbeit, etc. immer größere Bedeutung gewinnen und somit auch arbeits- und zeitintensiver werden. Des Weiteren berichtete er über eine Umfrage zum „Betreuten Wohnen“, die nächstes Jahr gestartet werden soll und über die beabsichtigte Einrichtung eines Bürgerbusses. Nach Beendigung seines Vortrages bat Seifert um Fragen und Anregungen der Besucher. Hier wurde dann noch über die Radweganbindung, Straßenpfosten, die Sanierung der Schulturnhalle und die mögliche Lage eines Volleyballplatzes gesprochen. Nach Abarbeitung aller Fragen gratulierte 3. Bürgermeister Konrad Schmerbeck Bürgermeister Ewald Seifert zum Erhalt der „Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze“ und betonte, dass durch Seiferts Verhandlungsgeschick bei 15 Großprojekten in den vergangen 15 Jahren viele Kosten eingespart werden konnten und durch seine gute Vernetzung in den vergangenen Jahren Fördermittel in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro verbucht werden konnten. Nach rund 2 Stunden war die Versammlung bei bester Stimmung und guter Zufriedenheit beendet, beides Garanten dafür, dass Oberschneiding auf einem guten Weg ist.